„Solaranlagen im Hochgebirge gegen Stromlücken im Winter“

Wenn im Tiefland die Neben ziehen, sollen Solaranlagen im Hochgebirge der Schweiz als zusätzliche Energielieferanten fungieren. Eine Artikel aus der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) führt in einem Artikel in das Thema ein.

Derzeit wird die größte Anlage an der Staumauer im Muttsee im Glarner Land gebaut. Derartige Großanlagen in den Bergen sollen zukünftig einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Subventionierung tut Not!

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«Wie sicher ist die Stromversorgung?»

Unter dem Titel «Wie sicher ist die Stromversorgung?» veröffentlichte der Blogger Eberhard Wagner mit dem Co-Autor Heiner Gathmann eine kritische Sicht auf den aktuellen Weg der Stromversorgung. In den Artikel legt er den Finger in die „großen Wunden der Stromversorgung“:

  • Wechselnde, durch das Wetter vorgegebene und durch Menschen nicht zu beeinflussende Einspeisung von elektr. Energie durch Wind- und Sonnenenergie in das Netz, wodurch die Schere zwischen Bedarf und Erzeugung sich bedrohlich öffnet.
  • Noch nicht vorhandene und daher zu geringe Speicherkapazitäten,
  • Fehlende Übertragungsleitungen zwischen den Offshore Windparks und den Verbrauchszentren im Süden.
  • Und …viel zu schnelle Abschaltung der konv. Kraftwerke, da diese bisher für ein stabiles Netz unabdingbar sind.

Der Artikel kann unter klauseberhardwagner.wordpress.com gelesen werden.

RWE verringert Stromerzeugung im Inland

Nach Medienberichten verringert der größte deutsche Kraftwerksbetreiber RWE die Stromerzeugung in Deutschland bis Ende 2022 um rund ein Drittel. Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender der RWE, wird in der Zeitung „Die Welt“ zitiert: „So schnell können Sie gar nicht zubauen, um diesen Schwund auszugleichen“ und „Unser Marktanteil wird damit natürlich deutlich kleiner.“ Weiterlesen

Energiekrise Kalifornien im Jahr 2000

Ist eine Energiekrise wie in Kalifornien auch in Deutschland möglich?

ufer_200Von Dr. Dietmar Ufer

Kurzfassung (Erschien 30. März 2001)

Spätestens seit Mitte 2000 ist Strom in Kalifornien knapp. Die Strompreise „explodieren“. Zeitweilig wird der Strom abgeschaltet. Auch Erdgas verteuerte sich stark. Dadurch wurden Gaskraftwerke unwirtschaftlich.

Die Energiekrise wurde ausgelöst durch Mangel an ausreichender Kraftwerks-Leistung und zugleich unzureichenden Kapazitäten der Übertragungsleitungen für Bezüge aus anderen US-Bundesstaaten einerseits sowie einen kräftigen Anstieg des Stromverbrauchs und vor allem der Stromnachfrage zu Spitzenzeiten (in den 90er Jahren Zunahme der Spitzenlast in Kalifornien insgesamt um 19 %, in Silicon Valley sogar um 33 %) andererseits.

Die tieferen Ursachen liegen zum einen in der rigorosen Umweltpolitik Kaliforniens. Kraftwerke mussten stillgelegt werden, darunter Wasserkraftwerke und das Kernkraftwerk Rancho Seco. Neue Kernkraftwerke sollen nicht gebaut werden. Für Kohlekraftwerke gelten scharfe Luftreinhalte-Vorschriften. Die favorisierten Wind- und Solaranlagen produzieren oft nicht, wenn der – nicht speicherbare – Strom gebraucht wird. Zum anderen wirkte sich die Art und Weise der Liberalisierung des kalifornischen Strommarktes aus. Diese war teils radikal, teils halbherzig. Sie beschnitt die Möglichkeiten der Versorgungsunternehmen drastisch, die Stromversorgung zu sichern, und schreckte vor Investitionen ab.

Die Verhältnisse in Deutschland sind in mehrfacher Hinsicht nicht vergleichbar. Stromverbrauch und Höchstlast nehmen nur mit bescheidenen Raten zu. Auf Sicht sind genügend Erzeugungs- und Transport-Kapazitäten vorhanden. Der liberalisierte Strommarkt kann über die Preise auf drohende Knappheiten frühzeitig reagieren.

Dennoch können längerfristig Engpässe auftreten. Vor allem der „Ausstieg“ aus der Kernenergie schwächt die Versorgungssicherheit. Der Erdgaspreis kann unerwartet anziehen und damit die Stromerzeugung in Gaskraftwerken verteuern. Für kapitalintensive Anlagen bestehen unsichere Investitionsbedingungen. Eine langfristig angelegte Energiepolitik, die die Nutzung aller verfügbaren Energieträger zugrunde legt, fehlt.

Die Langfassung des Artikels für die damaligen Energie-Fakten steht als pdf zur Verfügung.

Credits

Die Antwort auf die Frage erschien im März 2001 bei den damaligen Energie-Fakten und wurde in diesem Blog mit freundlicher Genehmigung des Autors veröffentlicht.

2015: Spielt unsere Regierung mit der Versorgungssicherheit wirklich «russisches Roulette»?

popp-manfredVon Prof. Dr. Manfred Popp (aus dem Jahr 2015)
Mit dieser pointierten Formulierung bezieht sich die Frage offenbar auf eine Pressemeldung des Fachverbands Anlagenbau Energie, Umwelt, Prozessindustrie (FDBR) vom 21. Januar 2015. Leider muss man sagen, dass die Sorgen der Anlagenbauer berechtigt sind.

Deutschland ist auf dem Weg, seine Stromversorgung so weit wie möglich auf Erneuerbare Energien zu stützen. Im Jahr 2014 lag ihr Anteil bereits bei 27 %. Die gesamte Kapazität der Erneuerbaren Energien hat mit 87 GW die der konventionellen Energien (90 GW) fast erreicht, die noch fast ¾ der Stromerzeugung sichern, wir haben jetzt also einen doppelten Kraftwerkspark. Und den brauchen wir weiterhin, auch wenn wir den Anteil der Erneuerbaren Energien weiter steigern, denn das wird fast ausschließlich durch Wind- und Solarenergie erfolgen.

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Was ist ein Blackout?

Von Dr. Andreas Kronenberg

Anfang November 2019 warnt der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, vor Stromausfällen aufgrund des Atom- und Kohleausstiegs. Was er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland sagt, wird in der Energiebranche schon lange hinter vorgehaltener Hand diskutiert. Auch das Handelsblatt schrieb bereits im Juli 2019, dass am 6., 12. und am 25. Juni die Situation im Stromnetz kritisch war.

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